Vergesellschaftung

Wie bei allen Terrarientieren ist eine Vergesellschaftung nur bei genügend Platzangebot für die Tiere zu empfehlen. Auch sollten sich nur Personen mit genügend Erfahrung damit beschäftigen, und auf keinen Fall Anfänger. Es ist wichtig die Tiere genauestens zu beobachten und Ihr gegenseitiges Verhalten zu studieren. Eingangs möchte ich noch erwähnen, dass ich hier keinesfalls die Vergesellschaftung von verschiedenen Arten propagieren möchte, sondern nur die Möglichkeiten aufzähle, und meine persönlichen Erfahrungen einbringe. Wer die Möglichkeit hat, sollte auf jeden Fall für eine andere Art ein getrenntes Terrarium aufstellen. Insbesondere wenn man über eine Nachzucht nachdenkt, ist an Vergesellschaftung mit anderen Arten nicht zu denken.

1) Haltung von mehreren Tieren der selben Art
Langschwanzeidechsen an sich haben kein sehr ausgeprägtes Revierverhalten, in der Natur überschneiden sich die Jagdreviere auch sehr oft. Es wird auf jeden Fall eine Paarweise Haltung vorgeschlagen, da sich die Tiere auch sehr harmonisch verhalten. In der Literatur gibt es auch Angaben zur Haltung von mehreren männlichen und weiblichen Tieren zusammen, welche ohne weitere Probleme verlaufen. Zumindest hier sollte man aber vorsichtig sein und beobachten, ob nicht bestimmte Männchen unterdrückt werden. Es gibt Haltungsbericht 7 Tieren oder mehr (4 M/3 W) in Terrarien der Größe 100*50*60, wobei hier davon auszugehen ist das eine Territorienbildung nicht mehr stattfindet und sich somit das natürliche Verhalten der Tiere verändert.

2) Vergesellschaftung mit anderen Arten
Grundsätzlich kann die Vergesellschaftung erfolgreich sein, wenn man folgende Regeln beachtet.
Natürlich müssen die Bedingungen des Habitates für beide Arten exakt übereinstimmen. Das heißt Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bodensubstrat usw. dürfen nicht voneinander abweichen. Weiters ist zu beachten dass man nur Arten der selben Größe vergesellschaften kann, da es ansonsten evtl. gar zur Verwechslung mit Futtertieren kommt. Arten die besondere Pflege benötigen oder keinen Stress vertragen sind von vornherein auszuschließen – niemand würde ein Chamäleon jemals mit anderen Tieren vergesellschaften. Ein weitere Überlegung ist natürlich ob die andere Art Tag oder Nachtaktiv ist, denn dies ist eine zusätzliche Stressbelastung für die gerade schlafenden Tierart. Über den Aspekt der ansteckenden Krankheiten muss man sich besondere Gedanken machen, denn gerade wenn man ein Tier unbekannter Herkunft in sein Terrarium setzt kann es sehr leicht sein, dass diese ein Wildfang ist. Hat dieser eine ansteckende Krankheit, so kann es zur Auslöschung allen Lebens in deinem Terrarium kommen.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen ,dass die Vergesellschaftung mit sehr kleinen Geckoarten NICHT funktioniert hat, ein noch junges und daher kleines Gelbkopfgeckoweibchen wurde leider totgebissen, ich konnte nicht schnell genug eingreifen. Und das obwohl vorher einige Tage lang gar nichts geschehen ist.